Meine Story-Pic Geschichte

Hallo ihr lieben,

ich habe lange nichts mehr geschrieben das liegt daran das ich zur Zeit einfach keine Lust auf meinen Blog habe, zum anderen gefällt mir alles nicht mehr, hab auch schon darüber nachgedacht alles neu zu machen  aber das ist mit Arbeit verbunden und darauf hab ich grad um ehrlich zu sein „GAR KEIN BOCK“ 🙂

Ich habe letztes Jahr bei Sunny ´s Story Pics mitgemacht und habe mich oft gefragt wie mein Schreiberling es hinbekommen wird meine Worte zu einer Geschichte zusammen zu fügen. Ich war sehr überrascht als ich meine Geschichte las.

Ein ganz grosses Danke an Sunny für das initiieren, planen, tun und machen, zuhören und schreiben, kümmern und dasein 🙂 und überhaupt. Du bist eine ganz tolle!

Ein riesen Danke auch an mein Schreiberling.Ich find meine Geschichte super! Hab aber überhaupt nicht erraten können wer du bist. Danke für die Ideen, Zeit und Herzblut die du in meine Geschichte investiert hast. DANKE DANKE!

Für Denise

 

Blog: Purple Himmelhoch

Gewünschtes Genre: Thriller

Gespendete Worte:

Bücher, Erinnerungen, Ostsee, Überraschung, Spammails, Knospen, Witz, Figurproblem, Schlafmangel, Sommer, Zeit, Nachwuchs, Freundschaft, Brunch, Fernweh, Granny, Flachmann, Weinberge, Eisbär, Werkstatt, Taufe, Decke, Zahnarzt, Laptop, Trinkschokolade, Rum

Späte Rache

Prolog

Durch zahlreiche gesammelte Informationen in Büchern, die ich mir, lange bevor diese Geschichte beginnt, aneignete, fand sich absolut Brauchbares, was mir bei der Vertuschung meiner Tat nützte. Glauben Sie keinesfalls, dass es nichts über das perfekte Verbrechen zu lernen gibt. Wenngleich Sie erfolglos nach einem Handbuch dazu suchen würden, wer aufmerksam liest, Interviews genauestens studiert und die Erinnerungen daran beherzigt, wird viele Fehler vermeiden. Das Katz-und Mausspiel kann beginnen.

 

Bei Geld hört die Freundschaft auf, ein intelligenter Spruch, der leider in den meisten Fällen des Lebens zutrifft. Ohne Witz, meinen Freund Fritz wies ich mindestens zehn Mal darauf hin, dass er mir die geborgten 17.000 Euro zurückzahlen soll. Ich bot ihm Ratenzahlung mit von ihm festgesetzten Teilzahlungen an. Wollte ihm die Möglichkeit geben, Bereitschaft zu zeigen, mir die als Darlehen geliehenen Moneten zu erstatten. Ich sah, bis ich ihn nach dem Leben trachtete, nicht einen einzigen Cent. Keine enorme Überraschung, Fritz war nie der Typ Kumpel gewesen, den man als verlässlich bezeichnete. Mit der Zeit lernt man, Freunde einzuschätzen. Ich denke, von mir behaupten die meisten Kollegen, dass ich hilfsbereit bin und immer wieder mit Figurproblemen hausieren gehe. Völlig korrekt übrigens. Denn wer Spam-Mails im Postfach des Laptops öffnet, die ein Abnehmen ohne Verzicht anpreisen, muss verzweifelt sein, oder?

Doch möchte ich Sie nicht weiter mit meinen Problemen behelligen. Genauso wenig wie ich jemals eine Granny-Smith-Diät in Erwägung zog, kam es für mich infrage, Fritz jene Unzuverlässigkeit zu verzeihen.

Im Sommer werde ich oft vom Schlafmangel geplagt. Während andere Menschen ihrem Fernweh nachgeben und viel Schotter dafür bezahlen, sich in heißen Hotelzimmern hin- und herzuwälzen und tagsüber ihren quengelnden Nachwuchs ins Meer tauchen, spare ich, wo ich kann. Andernfalls wäre ich nicht in der Lage gewesen, Fritz eine solche Summe zur Verfügung zu stellen. Mir genügt es, an meinen Urlaubstagen, die zu nehmen ich jährlich gezwungen bin, in die Weinberge zu fahren. Ich freue mich daran, dass aus den Knospen an den Reben wunderbare Trauben entstanden sind. Freie Tage konnte ich noch nie leiden. Auf der Arbeit gab es Zugang zu wichtigen Informationen, an die ich daheim nicht herankam. Die mir Aufschluss darüber geben konnten, wie ich die Möglichkeit bekam, Fritz zu bestrafen, ohne jemals mit seinem Tod in Verbindung gebracht zu werden. Instruktionen, die mir einen Weg aufzeigten, an das Erbe meines Freundes zu gelangen. (Natürlich nur an den Teil, der mir rechtmäßig zustand. Ich bin niemals gierig). Doch ich weiche schon wieder vom Thema ab. Höchstwahrscheinlich liegt es daran, dass ich Urlaub nehmen einfach hasse. Einmal fuhr ich aus Verzweiflung an die Ostsee. Stundenlange Autofahrt zu einem Ort, den viele Menschen schätzen. Ich konnte lediglich feststellen, dass es nachts genauso heiß wie zu Hause war und sich mir der angepriesene Charme inklusive Meeresbrise nicht zeigte. Ich bin zweifellos dass, was manche Leute als Nerd bezeichnen. Auf der Arbeit am Computer zu sein, der mir Zugang zu Berichterstattungen bietet, die Wichtigkeit haben, ist das einzig Spannende im Leben.

Mit Denise war ich nur ein Jahr verheiratet. Sie verließ mich mit den Worten: „Wer deine Computersucht aushält, muss eine Cyberfrau mit allergrößter Geduld sein. Mit dir fällt einem die Decke auf den Kopf.“

Als sie die Haustür hinter sich schloss, schicke ich einen tanzenden Smiley auf die Facebook-Pinnwand und freute mich über jedes »Gefällt mir« darunter. Obwohl sie von Menschen geklickt wurden, die überhaupt kaum ahnten, was in meinem Leben vorging. Anschließend gönnte ich mir eine Trinkschokolade mit Rum. Ebenfalls eine Eigenart von mir, die Denise nicht sonderlich geschätzt hatte. Vor wenigen Wochen holte sie die letzten Habseligkeiten bei mir ab.

 

Eine ausgedehnte Recherche überzeugte rasch, dass ich Fritz in kleinen Dosen vergiften würde. Mein Racheplan war aus der Taufe gehoben. Nach einiger Überlegung gelangte ich zu der Überzeugung, seine Zahnpasta als Träger zu verwenden. Hier konnte ich davon ausgehen, dass er sie relativ regelmäßig verwendete und sich damit die tägliche Dosis Toxin freiwillig abholte. Während eines Brunchs, am Geburtstag des mehrfach erwähnten Freundes, begab ich mich, einen unpässlichen Magen vorgebend, ins Badezimmer. Im Spiegelschrank über dem Waschbecken fand ich eine, zum Glück noch fast volle, Tube Zahnpasta. Eine Minute starrte ich auf die Zahncreme, deren Name so exklusiv klang, als ob er sie direkt beim Zahnarzt seines Vertrauens einkaufte. In aller Ruhe zog ich das auserwählte Gift aus einem Flachmann, den ich in meiner Hosentasche versteckt hatte, in eine Spritze. (Ich werde die genaue Zusammensetzung hier nicht preisgeben. Sie sind angehalten, sich die Mühe zu machen, durch gezielte Recherche auf die Lösung zu kommen.). Die ausgewählte hauchdünne Kanüle hinterließ garantiert kaum erkennbare Einstichstellen. Insofern bedeutsam, weil ich an mehreren Stellen einspritzen musste. Zahnpasta ist bekanntlich keine Flüssigkeit. Schütteln, um die Giftmischung gleichmäßig zu verteilen, fiel aus. Nach sechs kleinen Dosen an unterschiedlichen Punkten, verstaute ich mein Werkzeug wieder in den Hosentaschen, legte die Zahncreme zurück, kontrollierte mein Aussehen im Spiegel, entdeckte ein diebisches Grinsen und verließ das Badezimmer.

Unter den Partygästen erspähte ich wenig später meine Ex-Frau und war verwundert darüber. Fritz schien sie in den Tagen unserer Ehe nicht besonders geschätzt zu haben. Jedenfalls lächelte er jedes Mal zufrieden, wenn ich ihm mitteilte, dass sie nicht mit zu einer Verabredung im Freundeskreis kam. Einmal bezeichnete er sie als Eisbären, dem man nicht das Mindeste an warmer Reaktion herauskitzeln konnte. Hier musste ich ihm entschieden widersprechen und feststellen, dass er nicht nur keinen Bezug zum Geld hatte, sondern auch keinerlei Menschenkenntnis. Denise und ich wurden nicht miteinander glücklich, aber es lag weiß Gott nicht daran, dass sie kaltschnäuzig handelte.

Wann immer sie sich aus ihrer Werkstatt loseisen konnte, dachte sie sich etwas Schönes und Kreatives aus und überraschte mich jedes Mal aufs Neue. Meine Schwerfälligkeit und der Unwille, mich intensiv mit ihr zu befassen, hatten mir Denise genommen. Heute kann ich sagen, dies ist eines der wenigen Dinge in meinem Leben, das ich wirklich bereue und gerne rückgängig machen würde.

Ich beobachtete, dass sie mit Fritz in der Küche verschwand. Was lief denn da zwischen den beiden, was hatte ich verpasst? Sie wirkten höchst vertraut miteinander und lächelten irgendwie glücklich.

 

Epilog

Nach Wochen, in denen es mir immer schlechter ging, konsultierte ich meinen Hausarzt. Ich hasse Doktoren, aber es ließ sich nicht länger verleugnen, dass wirklich etwas nicht mit mir stimmte. Nachdem zahlreiche Untersuchungen ohne Resultat blieben, wurde ich in die Uni-Klinik eingeliefert. Ein toxikologischer Bluttest, die der Oberarzt in Ermangelung anderer Ideen anordnete, brachte höchst interessante Ergebnisse. Denise und Fritz sind wie vom Erdboden verschluckt und ich hätte viel eher auf den veränderten Geschmack meiner eigenen Zahnpasta achten sollen.

 

 

 

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