1. Lange Beine unterm Tisch, oder viel zu große Popos auf kleinen Stühlen

Es gibt etwas zu tun, viel zu tun.
Man packt mit an und tut es gern. Irgendwann wird man sagen „Ich tat es gern“
Man ist gerne dabei, man plant, man organisiert, man hilft wo man kann. Man denkt mit, man hat Ideen, aus Worten werden Taten.
Man ist einfach da.

So sitzen wir also fast im Kreis mit unseren breiten Ä..rsch….Popos auf den kleinen Stühlen vor dem Minitisch, die großen, die Papas und die großen Mamas mit den langen Beinen die nicht wissen wohin mit ihren Körperteilen kauern sich auf die kleinen Stühle.
Gespannt schaut man in die Runde, ab und an lächelt man. Es kommt eben darauf an wer soeben die Tür reinkommt. Manchmal ist es auch ein Lächeln aus Freundlichkeit doch eigentlich möchte man lieber seine Augenbrauen hochziehen, seine Nase rümpfen, die Augen verdrehen. Also unterdrückt man seine Brechreize und lächelt, und lächelt und lächelt auch wenn man den Drang verspürt aufzustehen um zu gehen. Vor der Tür eine Zigarette zu rauchen oder einfach nach Hause zu gehen.

Manchmal kommt es auch vor das man mit dem Kopf gesenkt vor seinem Blatt Papier kauert und komische Dinge darauf kritzelt. Blitze, blöde Gesichter. Sternchen. Bäume. Nur keine Blumen, Herzchen fehlen auch. Kreatives Stündchen, doch eigentlich versucht man nur seinen Frust und seinen Ärger auf das Blatt zu kritzeln auch wenn man eigentlich eher mitschreiben sollte, ein sozusagendes Protokoll erstellen soll.

Man darf gespannt sein, wer wird die Initiative ergreifen und das Problem am Schopfe fassen? Wer wird kluge Sprüche reißen? Wer wird freundlich in die Runde lächeln und „Arschl….“ denken?

Sei doch nicht so, nicht jeder ist der Arsch! Darf man das sagen? Man darf. So sitzen wir mit unseren Beinen, breiten Popos auf den viel zu kleinen Möbelstücken und warten ab bis wir begrüßt werden, das wir alle so zahlreich erschienen sind.

 

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